Prinzip
Die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) eignet sich zur
berührungs-und zerstörungsfreien Dickenmessung von dünnen Schichten
und zur Bestimmung von deren chemischer Zusammensetzung. Bei dieser
Messart liegen Röntgenquelle und Detektor auf der gleichen Seite
der Probe. Wird die auf ein Substrat aufgebrachte Schicht mit
Röntgenstrahlung bestrahlt, so wird die Strahlung bei hinreichend
dünner Schicht diese - je nach deren Dicke - mehr oder weniger
durchdringen und im darunter liegenden Substratmaterial
charakteristische Fluoreszenzstrahlung auslösen. Diese wird auf dem
Weg zum Detektor durch Absorption der aufliegenden Schicht wiederum
geschwächt. Aus der Intensitätsschwächung der Fluoreszenzstrahlung
des Substratmaterials kann die Dicke der Schicht bestimmt
werden.
Aufgaben
- Führen Sie mit Hilfe der charakteristischen Strahlung der
Wolfram-Röntgenröhre eine Kalibrierung des
Halbleiterenergiedetektors durch.
- Messen Sie für eine verschiedene Anzahl einer Aluminiumfolie
gleicher Dicke, die auf die Eisenunterlage zu bringen ist, das
Fluoreszenzspektrum des Eisensubstrats. Bestimmen Sie die jeweilige
Intensität der Fe-Kα-Fluoreszenzlinie.
- Tragen Sie grafisch die Intensität der
Fe-Kα-Fluoreszenzlinie gegen die Anzahl der aufgelegten
Aluminiumfolien linear und halblogarithmisch auf.
- Bestimmen Sie für eine verschiedene Anzahl von
Al-Folienstücken, die mit Hilfe von Tesastreifen vor das
Austrittsloch des Blendentubus befestigt werden, Intensität der
Fe-Kα- Fluoreszenzlinie.
- Berechnen Sie die Dicke der Aluminiumfolie.
- Führen Sie die Aufgaben 2-5 gleichermaßen für Kupferfolien auf
einem Molybdän- oder Zinksubstrat durch.
Lernziele
- Brems- und charakteristische Röntgenstrahlung
- Fluoreszenzausbeute
- Augereffekt
- kohärente und inkohärente Fotonenstreuung
- Absorptionsgesetz
- Massenschwächungskoeffizient
- Sättigungsdicke
- Matrixeffekte
- Halbleiterenergiedetektoren
- Vielkanalanalysatoren